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In diesem Post-Pandemiejahr gab es für mich, trotz des Krieges, viel Grund zum Feiern, Erfolge, ein Zurückgewinnen gewisser Sicherheiten, lebensverändernde neue Begegnungen. Die schlimmsten Tiefpunkte sind vorbei, die gröbsten Herausforderungen gemeistert.

Und doch ist das eine unverändert geblieben.
Mein Herz, immer noch ein Kinderherz. Irgendwie hatte ich mich immer dagegen entschieden, die Mauern hochzuziehen, aber meist ist das anstrengend. Kommt man denn hier niemals an, niemals zur Ruhe.
Jeder Tag ist anders, aber am Ende einer Woche ist mein Brustkorb nicht selten müde vom Flattern hinter den Rippen.

Das Herz klein und müde und schlaff vom Hoffen und Lieben und Wunschbeben - einem Nachzittern der ersten Jahre. Es schleppt sich dann manchmal sonntags abends mit dem restlichen Körper drumherum ans Mikrofon im Abendgottesdienst. Singen, jetzt. Aber Brust und Kehle sind doch total eierig. Wie soll das gehen. Wie wird das werden.
Klappt aber jedes Mal. Denn wir singen gemeinsam und ich höre euch. Die Zeilen sind wahr, das macht mich froh. Ich meine jedes Wort, weil diese Worte mein einziger Ersatz für die Mauern sind, die ich nicht hochziehen will. Das Lob Gottes ist wie ein Blasebalg, der mir zwischen die Stimmbänder geklemmt bei jedem Ton den Brustkorb aufpumpt, den Nacken und damit den Kopf aufrichtet und das schlaffe Herz im Nu mit Licht und Kraft erfüllt. Deshalb lob-singe ich so gern mit euch im Berlinprojekt.
Es ist eines der Dinge, die mir während der akuten Pandemiezeit am meisten gefehlt hat.
Und ich bin so dankbar, dass ich das wiederhaben darf.

-Mariietta

machdichauf #werdelicht #berlinprojekt


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